Dem Anteil in mir fällt es nicht einfach, auszuhalten, wenn er andere enttäuscht. Deswegen hat er sich all die Jahre selbst aufgeopfert – für andere.
Ich sehe ihn. Und ich spĂĽre ihn. Und ich erkenne ihn an. Das Schicksal ist hiermit beendet.
Es gibt keinen logischen Grund mehr sich anderen Menschen gegenĂĽber aufzuopfern. Niemanden ist damit geholfen. Weder mir, und erst recht nicht der anderen Person.
Von nun an, sehen wir den Schmerz der anderen Person, wir erkennen ihn auch an – aber wir werden ihn nicht mehr auf uns nehmen, und erst recht nicht mehr tragen – für andere. Wir nehmen niemandem ihre Laster (besser: Lebenslektionen) weg. Das Einzige, was wir damit verursachen, ist damit deren Wachstum zu blockieren.
Und ja, man muss nicht immer über alles reden. Manches ist selbsterklärend. Manches darf bei uns bleiben. Wir müssen nicht auf alles hinweisen, was wir sehen – aber die andere Person noch nicht bereit ist zu sehen.
Stattdessen bleiben wir in unserer Liebe. Standhaft. Und halten die Dunkelheit des anderen aus. Weil wir gelernt haben unsere eigene zu halten, gelingt uns das jetzt auch.
Wir erkennen das Schicksal der anderen an. Und respektieren es.
Vielmehr noch: wir senden ihnen Liebe, Mut und Kraft für ihr eigenes Wachstum. Wir schicken ihnen Segen und die Bereitschaft für göttliches Wachstum.
Der ganze Rest wird von allein flieĂźen.